Unsere Gründungsgeschichte.

Der Anfang des 19. Jahrhunderts war eine hektische Zeit des sozialen, wirtschaftlichen und politischen Umbruchs: Da war der Vormärz, der Wiener Kongress, die Nachwehen von Revolutionen ebenso wie das Napoleonische Zeitalter, das die Habsburgermonarchie nachhaltig beeinflusste. 

Auch die Wirtschaftslage war nicht besonders rosig: Aufgrund von Kriegsentschädigungen, extremer Geldentwertung und explodierenden Staatsschulden schlitterte das Kaiserreich Anfang des 19. Jahrhunderts geradewegs in den Konkurs. Gezahlt wurde damals übrigens in Gulden und Kreuzer. 

Der lange Atem von Georg Ritter von Högelmüller.

Aber es gibt auch gute Nachrichten: 1824 wurde der berühmte oberösterreichische Komponist Anton Bruckner geboren und Ludwig van Beethovens Neunte Symphonie feierte Premiere. Ein Teil aus dem letzten Satz der „Neunten“, Friedrich Schillers „Ode an die Freude“, sollte später zur Europahymne werden. Und noch ein wichtiges Ereignis fällt in diese Zeit: Die Wechselseitige k.k. priv. Brandschaden-Versicherungsanstalt wurde gegründet.

Von Mut und Marketing.

Das Genehmigungsverfahren für die neue Versicherungsanstalt glich allerdings einem bürokratischen Hürdenmarathon. Umso bewundernswerter ist, aus heutiger Sicht, die Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit des Gründervaters Georg Ritter von Högelmüller.

Der »k. k. Oberstwachtmeister« (Major) i. R. Högelmüller, Zeit seines Lebens ledig und Pferdenarr, hatte bereits 1803 die Idee zur Gründung. Dass sein langer Atem für mehr als 20 Jahre reichen sollte, war ihm damals vermutlich noch nicht bewusst. Ursprünglich verfolgte Högelmüller das Ziel, eine staatliche Zwangsversicherung zu realisieren. Damit blitzte er allerdings bei der Hofkanzlei ab, die ihn anwies, ein Privatunternehmen zu gründen.

Gründervater der wechselseitigen Feuerversicherung: Georg Ritter von Högelmüller (©ÖNB Wien: PORT_00150533_01)

Gesagt, getan! Aber wer ein Start-up gründet, braucht neben Mut (und davon hatte Högelmüller genug!) auch Unterstützer. Um diese warb er im Rahmen einer groß angelegten Werbekampagne in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften. Jahre und zahllose Gespräche mit guten Argumenten für eine wechselseitige Feuerversicherung später wirkten 364 Persönlichkeiten aus dem Adel, dem Bürgertum und dem Klerus an der Gründung mit.  

Eine enge Partnerschaft.

Die Kirche nahm dabei eine besonders wichtige Rolle ein: Vertreter vorrangig aus den Stiften und Klöstern in Niederösterreich und Wien (darunter das Stift Klosterneuburg, Altenburg, Melk aber auch das Wiener Domkapitel sowie der damalige Fürsterzbischof von Wien oder der Administrator des Erzbistums Salzburg) zählten zu den Gründungsmitgliedern. 

Die enge und gute Beziehung zur Kirche währt bis heute: Während der Wiener Städtische Versicherungsverein z.B. notwendige Restaurierungsarbeiten und Kulturprogramme unterstützt, ist die Wiener Städtische Versicherung verlässlicher Versicherungspartner zahlreicher Stifte und Klöster. Die kirchlichen Institutionen waren übrigens auch ein Grund für das lang andauernde Genehmigungsverfahren. Denn dort galt das demokratische Prinzip – und dies galt zu Metternichs Zeiten als mehr als „aufmüpfig“. 

Die „Geburtsurkunde“: Die offizielle Verkündigung der Genehmigung der wechselseitigen Feuerversicherung in der „Österreichisch-Kaiserlichen privilegierten Wiener Zeitung“ am 24. Dezember 1824. (©o. V., 100 Jahre Wechselseitige Brandschaden-Versicherungs-Anstalt 1824–1924, Wien, 1924, 7. Archiv Wiener Städtische Versicherungsverein)

Homeoffice anno dazumal.

Aber die ganze Mühe sollte sich am Ende lohnen. Am Weihnachtsabend des Jahres 1824 (man könnte meinen als „Weihnachtsgeschenk“ für Högelmüller) wurde in der „Wiener Zeitung“ die Betriebsgenehmigung der wechselseitigen Feuerversicherung verlautbart. 

Am 1. Jänner 1825 nahm die „Wechselseitige“ in der Bäckerstraße 3 in der Wiener Innenstadt ihren Betrieb auf. Dank der langen Vorbereitungszeit zählte die Gesellschaft bereits bei ihrer Gründung über 30.000 Kund:innen (damals noch so genannte Versicherungswillige). Gearbeitet hat Högelmüller überdies, auch hier seiner Zeit bereits weit voraus, bis zur offiziellen Betriebsaufnahme im Homeoffice: in seiner Privatwohnung im „Männerischen Haus“ an der heutigen Ecke Joanelligasse-Dürergasse in Wien-Mariahilf. 

Hier lebte Högelmüller bis zu seinem Tod 1826 in einer Privatwohnung im „Männerischen Haus“ – an der heutigen Ecke Joanelligasse-Dürergasse in Wien-Mariahilf. (©Alois Fischer)

GEORG RITTER VON HÖGELMÜLLER

GRÜNDERVATER DER WECHSELSEITIGEN FEUERVERSICHERUNG

„Es war oft nicht einfach und noch öfters zermürbend. Über zwei Jahrzehnte lang zog sich das Genehmigungsverfahren hin. Aber mit der Unterstützung Vieler, die alle an dieselbe Idee geglaubt haben, haben wir es schließlich geschafft! Am 1. Jänner 1825 hat die „Wechselseitige k.k. priv. Brandschaden-Versicherungsanstalt ihren Betrieb aufgenommen.“

(©ÖNB Wien: PORT_00150533_01)

Von Wien bis Lemberg.

Am 8. Dezember 1881 brach kurz vor sieben Uhr und damit knapp vor Beginn der Oper „Hoffmanns Erzählungen“ (Premiere am 7. Dezember) im fast voll besetzten Wiener Ringtheater ein Brand aus.

Bereits kurze Zeit nach ihrer offiziellen Gründung weitete die „Wechselseitige“ ihre Tätigkeiten auf weitere Gebiete der Monarchie, wie Tirol, Vorarlberg und Kärnten, aus. Auch in Deutschland unterhielt sie Niederlassungen. Und spätestens seit 1829 unterhielt sie so genannte Commanditeure, also lokale Kaufleute, die für die Brandschaden-Versicherung als Agenten tätig waren. So wurde die „Wechselseitige“ bereits nach wenigen Jahrzehnten in vielen Kronländern der Habsburgermonarchie (von den heutigen Regionen Bratislava, Sopron, Osijek bis nach Lemberg) aktiv. 

Einen ihrer größten Schadensfälle schulterte sie bereits im Jahr 1881: Der Ringtheater-Brand gilt als einer der größten Brandkatastrophen in Österreich-Ungarn. Die Zahl der Todesopfer belief sich auf rund 400, der Schaden in der Höhe von 195.000 Gulden wurde zur Gänze von der „Wechselseitigen“ übernommen. 

 

Allen Widerständen zum Trotz: Die zweite Wurzel des Versicherungsvereins entsteht.

Rund 15 Jahre später befindet sich die Monarchie mitten im Vormärz. Während in Österreich Kaiser Ferdinand I die dynastischen Regeln des Hauses Habsburg-Lothringen neu zusammenfasst, stürzen Wutbürger:innen aus dem Zürcher Oberland im Züriputsch die Regierung. In Übersee tobt der erste Opiumkrieg zwischen Großbritannien und dem Kaiserreich China der Qing-Dynastie.

Zurück nach Österreich: Zwischen 1824 und 1840 wurden in der Habsburgermonarchie insgesamt vier Aktiengesellschaften und sechs wechselseitige Versicherungen gegründet. Vor diesem Hintergrund könnte man meinen, das Genehmigungsprozedere der „Allgemeinen wechselseitigen Capitalien- und Renten-Versicherungs-Anstalt“ war ein leichtes – von wegen! 

Freimaurerei oder Blasphemie.

Einerseits sah der mächtige Staatskanzler Metternich in der geplanten Lebensversicherung „eine revolutionäre Institution, eine Art verkappter Freimaurerei, mit einem Wort, einen Deckmantel für Verbindungen, welche geeignet erscheinen, die Organisation des Staates zu gefährden.“ 

Andererseits hatte auch die Kirche ihre liebe Not mit dem Lebensversicherer, denn Sterbetafeln kamen bei der geistlichen Obrigkeit nicht unbedingt gut an. Soll heißen: Die Sterbetafel als demographisches Modell, dass Auskunft über die durchschnittliche Lebenserwartung gibt, mutete zur damaligen Zeit blasphemisch an. Denn Leben und Sterben hatte sich ausschließlich einer göttlichen Fügung unterzuordnen.

Lebensversicherungspolizze der „Allgemeinen wechselseitigen Capitalien- und Renten-Versicherungs-Anstalt“ aus dem Jahr 1855. (©Archiv Wiener Städtische Versicherungsverein)

Allen Widerständen zum Trotz wurde die Lebensversicherung 1839 gegründet und nahm 1840 ihren Betrieb auf. Treibende Kraft war der in Oberdürrbach bei Würzburg geborene Mathematikprofessor Joseph Johann Michael Salomon. Trotz seiner vielfältigen Tätigkeiten im universitären und wissenschaftlichen Umfeld, u.a. war er Herausgeber des damaligen Almanaches „Austria. Österreichischer Universal-Kalender“, zeichnete Salomon 1839 als Generalsekretär des Lebensversicherer verantwortlich. Er nutzte seinen großen Bekanntheitsgrad und seine Verbindungen zugunsten der jungen Lebensversicherung. 

Die Humanitätsanstalt.

Mathematikprofessor Joseph Johann Michael Salomon zeichnete als Generalsekretär des Lebensversicherer verantwortlich.

Angesichts seiner mathematischen Begabung war es naheliegend, dass Salomon sich für die wechselseitige Capitalienversicherung einsetzte. Nicht umsonst wird er in historischen Werken als „der Gelehrte“ bezeichnet.

Er war Professor der höheren Mathematik an der Wiener Universität und wurde 1848 sogar zum korrespondierenden Mitglied der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften ernannt. Salomon publizierte zahlreiche wissenschaftliche Werke, darunter auch „Über Lebensversicherungs-Anstalten überhaupt“. Darin warb er für die wechselseitige Capitalien-und-Renten-Versicherungsanstalt.

Lebensversicherungen waren damals naturgemäß vor allem besser begüterten Personenkreisen vorbehalten, Salomon hingegen propagierte die wechselseitige Capitalien- und Rentenversicherung für „alle Individuen, ohne Unterschied des Alters, des Geschlechtes, des Standes, des Wohnorts und des Vermögens“. 

Überhaupt sprach er lieber von „Humanitätsanstalten“ als von Lebensversicherungen, und auch in der Öffentlichkeit tauschte man den doch sehr sperrigen Namen „Allgemeinen wechselseitigen Capitalien- und Renten-Versicherungs-Anstalt“ kurzerhand in „Salomonisches Institut“. 

Salomon hinterließ als Philanthrop, erfolgreicher Versicherungsmanager und als „Gelehrter“ seine Spuren. Seine Gabe, für die Wissenschaft zu begeistern, dankten ihm seine Schüler und Studenten weit über seinen Tod hinaus. Kein Wunder also, dass auch eine Gasse nach ihm benannt wurde: Die Salomongasse in Wien-Floridsdorf existiert noch heute. 

Die älteste ihrer Art.

Nach der 1848er Revolution und der Cholera-Epidemie in Wien wurde 1865 die „Allgemeine wechselseitigen Capitalien- und Renten-Versicherungs-Anstalt“ offiziell, durch kaiserliche Entschließung, umbenannt in „Janus wechselseitige Lebensversicherungs-Anstalt“.

Bereits zu seinem 30-jährigen Jubiläum 1870 verfügte die „Janus“ über rund 15.000 Mitglieder in der gesamten Habsburgermonarchie, bei einem gesicherten Gesamtkapital von 9 Millionen Gulden. Die „Janus“ war die älteste Versicherung ihrer Art in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie.

Von Wien aus erweiterte der Lebensversicherer sukzessive seine Geschäftstätigkeit auf Böhmen, Mähren und Schlesien, die Steiermark, Kärnten sowie italienische Gebiete der Monarchie und Länder der ungarischen Reichshälfte.

„Janus“-Filialen existierten in Brünn und Prag (Tschechien), Budapest (Ungarn), Czernowitz, Tscherniwzi und Lemberg (Ukraine) sowie in Graz, Innsbruck, Linz, Triest (Italien).

Die „Städtische“ entsteht.

Nach der gewaltsamen Niederschlagung der Revolution 1848 bestieg Kaiser Franz Joseph I. am 2. Dezember desselben Jahres den Thron. Obwohl die Revolution unterdrückt wurde, blieben einige Veränderungen bestehen: So wurde eine moderne Verwaltung eingeführt und von der Justiz getrennt. Darüber hinaus wurden Bezirksgerichte geschaffen und in den Gemeinden wurden die Bürgermeister und der Gemeinderat demokratisch gewählt.

Ein halbes Jahrhundert später, und damit nach dem Oktoberdiplom, dem Februarpatent, dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich und dem Gründerkrach 1873, beschließt der Wiener Gemeinderat anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers einstimmig die Errichtung einer städtischen Lebens-, Alters-, Invaliditäts- und Rentenversicherungsanstalt.

Anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I beschließt der Wiener Gemeinderat unter Bürgermeister Karl Lueger die Gründung einer städtischen Lebens-, Alters-, Invaliditäts- und Rentenversicherungsanstalt.(©Bundesmobilienverwaltung/Marianne Haller)

Standort mit Geschichte.

Unter Bürgermeister Karl Lueger widmete die Gemeinde Wien dem Reservefonds der neu gegründeten Versicherung einen Betrag von 500.000 Gulden. Bereits am 2. Dezember 1898 nahm das Unternehmen im Haus des Bürgerspitalfonds am Schottenring 30 seinen Betrieb auf. Kurioser Zufall: Genau an dieser Stelle wurde 57 Jahre später der Ringturm, der heutige Unternehmenssitz der Versicherungsgruppe, feierlich eröffnet.

Die erklärte Zielgruppe der „Städtischen Kaiser Franz Joseph-Versicherungsanstalt“ waren überdies einkommensschwache Wiener Bürger:innen. Durch die beginnende Industrialisierung entstand nach und nach eine breite Arbeiterschicht, die teilweise in großer Armut lebte. Die Versicherung sollte der breiten Bevölkerung preiswerten Lebens- und Rentenversicherungsschutz bieten und war parallel in die kommunale Fürsorgepolitik eingebunden.

Am 2. Dezember 1898 nahm die „Städtische“ im Haus des Bürgerspitalfonds am Schottenring 30 ihren Betrieb auf. Kurioser Zufall: Genau an dieser Stelle wurde 57 Jahre später der Ringturm, der heutige Unternehmenssitz der Versicherungsgruppe, feierlich eröffnet. (©Carl Haack, um 1880. Wien Museum, Inv.-Nr. 93021/70)

Soziales Gewissen im genetischen Code.

Soziales Engagement ist tief in der DNA der „Städtischen“ verwurzelt. So erhielten bis zum Zusammenbruch der Monarchie jedes Jahr 40 Buben und Mädchen, die sich durch besondere schulische Leistungen auszeichneten, eine Rentenversicherung. Diese sollte ab dem 60. Lebensjahr ausgezahlt werden, also zu einem Zeitpunkt, an dem die Monarchie längst nicht mehr existierte. Später beschloss der Stadtrat auf Antrag des Bezirksschulrates für die Mädchen statt der Altersrentenversicherung eine Aussteuerversicherung zu gewähren. Diese spezielle Form der Lebensversicherung, auch „Heiratsversicherung“ genannt, zahlt bei Heirat, im Fall der „Städtischen“ im 24. Lebensjahr der Versicherungsnehmerin.

Auch, aber nicht nur aufgrund ihrer engen Verzahnung mit der Gemeinde Wien stiftete die „Städtische Kaiser Franz Joseph-Versicherungsanstalt“ sozialen Mehrwert für die Gesellschaft, und das lange bevor Schlagwörter wie „ESG“ oder „Corporate Social Responsibility“ überhaupt existierten. 

Apropos Gemeinde Wien: Mit der Gründung der „Wechselseitigen“ wurde der jeweilige Wiener Bürgermeister zum Aufsichtsratsvorsitzenden der späteren Wiener Städtischen bestellt. Erst 2001 endete diese Organverbindung zwischen der Wiener Städtischen und der Stadt Wien auf Initiative des Wiener Bürgermeisters Dr. Helmut Zilk.

Deckblatt einer Polizze der "Städtischen" aus dem Jahr 1903. (©Archiv Wiener Städtische Versicherungsverein)
Eine Polizze der „Städtischen“ aus dem Jahr 1908, ausgestellt in der Filiale in der Tuchlauben 10. (©Archiv Wiener Städtische Versicherungsverein)

Neues Büro mit Haustelefon.

„Dem stetigen Fortschritt der Entwicklung der Anstalt zufolge“ wurde bereits 1902 ein neuer Firmensitz beschlossen. So erfolgte 1904 die Schlusssteinlegung der „Städtischen“ mit Ansprachen von Bürgermeister Karl Lueger und Kaiser Franz Joseph auf der Tuchlauben 10 in Wien-Innere Stadt. In dem heute noch existierenden Gebäude befindet sich im Erdgeschoss das legendäre Wiener Café Korb. In den neuen Büroräumlichkeiten gab es auch bereits ein Haustelefon. Allerdings konnte der Direktor damit zwar jedes Büro erreichen, aber kein Büro den Direktor. 

„Dem stetigen Fortschritt der Entwicklung der Anstalt zufolge“ wurde 1902 ein neuer Firmensitz auf der Tuchlauben 10 in Wien-Innere Stadt beschlossen. Das Wiener Café Korb existiert noch heute. (©Archiv Wiener Städtische Versicherungsverein)

Der erste Direktor der „Städtischen“ war übrigens der gebürtige Wiener Gustav Rosmanith. Der studierte Mathematiker leitete das Unternehmen vier erfolgreiche Jahre lang, bevor er wieder in den Dienst der Wissenschaft trat.

Wie bereits die „Wechselseitige“ und die „Janus“, setzte auch die „Städtische“ auf das Regionalitätsprinzip. So wurden früh so genannte „Generalrepräsentanzen“ errichtet. Die erste entstand am 25. Februar 1910 in Innsbruck für Tirol und in Vorarlberg in der Bürgerstraße 3. Am 4. Juli 1911 wurde in Graz jene für die Steiermark, Kärnten und Krain realisiert. Die Filialen in Salzburg und Linz folgten.

Kurz gesagt

Der Wiener Städtische Versicherungsverein geht zurück auf drei pionierhafte Versicherungsunternehmen:
die wechselseitige Feuerversicherung, die Janus wechselseitige Lebensversicherungs-Anstalt und die Wiener „Städtische“ Versicherungsanstalt.

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